Neue Lösungen finden – an Fügungen, Raumkonzepten, Materialien, Beschlägen, Bauweisen - und dabei ehrlich zu bleiben, ist ein wichtiger Grundsatz für Martin Bereuter. Nur im Verbund mit Gleichgesinnten, von denen es im Bregenzerwald glücklicherweise viele gibt, kann Martin Bereuter deswegen so arbeiten, wie er es heute macht. Gemeinsam mit seinen Kunden, den Architekten und anderen Handwerkern werden immer neue funktional und ästhetisch entsprechende Lösungen erarbeitet. Hier gibt es auch keine Berührungsängste mit neuen Materialien und Technologien, solange sie erkennbar bleiben und funktional sind.
Alte Techniken, wie z.B. Zinkenverbindungen, die mit CNC-Technik wieder wirtschaftlich geworden sind, werden ebenso eingesetzt wie Massivhölzer, die durch maschinelle Bearbeitung wieder leistbar sind.
Tradition dort, wo sie Sinn macht, aber weg von der Konvention aus Prinzip: Martin Bereuter setzt auch Spanplatten ein – wenn es das Konzept zulässt, und macht aus einem banalen Material ein wertige Umsetzung.
So findet auch die Philosophie des Bregenzerwaldes – das miteinander von ‚Alt’ und ‚Neu’ - auch im Tun eine reale Entsprechung.
Der Kontext Bregenzerwald
Jeder Gestalter ist nicht nur geprägt durch seine Ausbildung(en) und seine persönlichen Vorlieben, sondern auch durch die Kultur seiner Herkunft oder seiner Umgebung. Und gerade für einen planerisch und handwerklich tätigen Gestalter ist der Bregenzerwald ein besonderer Ort: mit altem, bewährtem Wissen und Können Neues zu entwickeln hat hier eine jahrhundertealte Tradition. Sorgsames Umgehen mit Mensch & Material, mit dem eigenen Handwerk und seiner Herkunftskultur spielen deshalb eine besondere Rolle für Martin Bereuter, Inhaber und Kopf der gleichnamigen Tischlerei. Er ist dieser Tradition ebenso verbunden wie der Landschaft und ihren Menschen und seine Arbeit ist immer eingebunden in diesen Gesamtkontext.
Tischlerei/Innenausbau
Die Tischlerei Bereuter plant und fertigt komplette Innenausbauten für Räume: ob Küchen, Innentüren, Treppen, Bäder, Wohn- und Schlafbereiche für die Privatnutzung oder gewerblich genutzte Flächen wie Büros, Einrichtungen für den Einzelhandel oder die Gastronomie. Charakteristisch für alle Innenausbauten ist, dass sie als „Prototypische Einzelanfertigungen“ immer exakt auf den jeweiligen Raum und seine Nutzung ausgerichtet sind.
Ebenso werden Raum bildende Inneneinrichtungen, die sich durch die Kombination von verschiedenen Funktionen ergeben, wie z.B.Kombi-Schränke, Türen, Glasverbauungen, Stiegen mit oder ohne integrierte Möbel geplant und gebaut.
Materialschwerpunkt für den Innenausbau sind Naturhölzer - und hier werden nach Möglichkeit heimische Hölzer verarbeitet. Ca. 50% davon werden direkt aus der Region bezogen, nach den Vorgaben der Tischlerei Bereuter eingesägt, gelagert und vor der Verarbeitung entsprechend dem jeweiligen Verwendungszweck getrocknet.
Aber auch Lackmöbel aus MDF, die mit Hochglanz-Oberflächen mit bis zu 6 Arbeitsgängen den schönen Schein zum Protagonisten machen, entstehen hier.
Und es wird in unterschiedlichsten Material-Kombinationen gearbeitet: Stahl, Polster, Leder, Glas oder gar Beton (z.B. für einen Küchenblock).
Wie bei allem hat Martin Bereuter auch hier ein klares Konzept: beim Massivmöbel bildet ein- und dasselbe Material gleichzeitig Korpus (Körper, Volumen, Masse) und Oberfläche. Die Fügungen der einzelnen Möbelteile und die einzelnen Teile (also etwa der Boden und die Seite eines Schrankes, Schubladen und Türen einer Kredenz) sind sichtbar und bilden als Summe der Teile ein gemeinsames Ganzes.
Diesem Ansatz diametral entgegen steht ein Lackmöbelstück: hier steht die Oberfläche im Vordergrund, der Lack ist eine „Haut“, die über den Körper gezogen wird. Konsequenz ist dabei alles: die einzelnen Bauteile werden erst als Körper ausgeführt und dann – als Ganzes – manuell lackiert.
Möbel/Kleinserien
Möbel entstehen entweder als Auftragsarbeiten oder ohne konkreten Bedarf nach freien Entwürfen - auch experimentelle Möbel als Prototypen für Leistungsschauen, mit oder ohne Auftraggeber.
Die Tischlerei Bereuter fertigt aber auch nach Design-Konzepten von anderen Architekten, die dann gemeinsam zur Umsetzungsreife weiterentwickelt werden.
Kooperationen mit anderen Handwerkern (Polsterer, Glas- oder Stahlbauer) sind sehr häufig.
So entstehen Tische meist als Einzelanfertigung, da Maße und Holzarten immer an die vorgegebene Raumsituation angepasst werden müssen, Stauraum wie Schränke, Kredenzen, Sitzbänke, Sessel etc., meist für den Privatgebrauch. Kleinserien bestehender Entwürfe werden entweder für den gewerblichen Einsatz gebaut oder nach bestehenden Entwürfen mittels CNC-Technologie auch für den Einzelverkauf gefertigt, um die Kosten für den Endkunden zu senken.
Kunstprojekte/Objekte
Die Tischlerei Bereuter setzt Konzeptionen von Künstlern um und realisiert deren Objekte in der dritten Dimension. In der eigenen Werkstatt und in Kooperation mit Partnern wie Schlossern, Malern, Polsterern und Glasern. Gerne steht Martin Bereuter auch für Hilfestellungen bei der technischen Entwicklung von Kunstprojekten zur Verfügung. Bisher wurden bereits zahlreiche Projekte u.a. für Peter Kogler, Carsten Höller und Arno Gisinger umgesetzt.