Erster Preis bei Handwerk+Form 2026

Vier Einreichungen, vier unterschiedliche Ideen und eine besondere Auszeichnung: Mit „Schindel-Bruch“ konnten wir beim Wettbewerb Handwerk+Form 2026 einen ersten Preis gewinnen.

Handwerk+Form bringt Handwerksbetriebe mit Gestalter:innen zusammen und schafft Raum für neue Ideen, Materialien und Anwendungen. Auch wir waren 2026 wieder mit mehreren Werken vertreten. Insgesamt haben wir vier Projekte eingereicht, die auf unterschiedliche Weise zeigen, was entstehen kann, wenn Gestaltung und handwerkliche Umsetzung zusammenspielen.

Erster Preis für Schindel-Bruch

Besonders freuen wir uns über die Auszeichnung für Schindel-Bruch, ein Rezept für einen Frischkäse, ein Molkegetränk, ein Molkebrot und der notwendigen Käseform. Drei Schindeln aus Fichtenholz, Beschwerungsecken und Gummibändern bilden ein ebenso einfaches wie durchdachtes System. Die Rezepte wurden von Jodok Dietrich entwickelt und erprobt, wir haben die scheinbar simple Käseform beigesteuert. Eine freundschaftliche Zusammenarbeit, bei der hochwertige Nahrungsmittel mit einer konzeptuellen Form zusammengebracht wird.

Arbeitsgemeinschaft

Gemeinsam mit Simone Gmeiner-Stadelmann (Atelier Farbe&Feuer) entstand mit „Arbeitsgemeinschaft“ ein Geschirr-Set für den Arbeitsplatz. Zwei Tassen und eine Schale aus Limoges Porzellan und Nussholz lassen sich vielseitig für Heißgetränke und Snacks sowie als Deckel oder Untertasse verwenden. Nach Gebrauch fügen sich die drei Elemente wieder zu einer gemeinsamen Form zusammen. Unterschiedliche Materialien und handwerkliche Disziplinen werden so zu einem durchdachten Ganzen.

Haus der Dinge

Auch das „Haus der Dinge“ war Teil unserer Einreichungen bei Handwerk+Form 2026. Das Möbel aus heimischen Hölzern schafft auf mehreren Ebenen Platz für die kleinen und großen Dinge des Alltags. Nicht alles muss ständig sichtbar oder griffbereit sein. So entsteht ein kleiner Ort für Ordnung, Aufbewahrung und persönliche Gegenstände. Seine charakteristische Dachform gibt ihm nicht nur seinen Namen und sein unverwechselbares Erscheinungsbild, sondern erfüllt auch einen ganz praktischen Zweck: Sie verhindert, dass sich auf dem Möbel immer mehr Gegenstände ansammeln. Entworfen wurde „Haus der Dinge“ von Kai Linke und von uns als Tischlerei Bereuter umgesetzt.

Highboard T13

Mit dem Highboard T13 war eine weitere Arbeit aus unserer Tischlerei beim Wettbewerb vertreten. Der Entwurf orientiert sich am Raster des traditionellen japanischen Holzbaus. Die klare Teilung der Türen prägt das Erscheinungsbild und ermöglicht gleichzeitig eine flexible Nutzung des Innenraums. Gefertigt aus Weißtanne und Sandstein ist das Highboard modular aufgebaut, lässt sich stapeln und durch eine Steinplatte ergänzen. Dank der Steckverbindungen kann es zudem einfach transportiert und gelagert werden. Entworfen wurde das Highboard T13 von Martin Bereuter.

Handwerk weiterdenken

Die vier Einreichungen könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Was sie verbindet, ist die Auseinandersetzung mit Material, Funktion und Gestaltung sowie der Anspruch, aus einer guten Idee eine handwerklich überzeugende Lösung entstehen zu lassen. Umso mehr freut es uns, dass unsere Teilnahme bei Handwerk+Form 2026 mit dem ersten Preis für Schindel-Bruch ausgezeichnet wurde. Die Ausstellung Handwerk+Form in Andelsbuch ist noch bis Sonntag, 11. Oktober 2026 zu sehen.

Made for

Fotocredits: Michael Felder-Fontain, Maria Mäser

Tisch D7

Zum Verlieben schön muten die Details des D7 Tisches an.

Abmessungen (mm):
B 3200 × T 1000 × H 755

Entwurf:
Klemens Grund, 2019
klemensgrund.de

Material:
Eiche oder Nussbaum
massiv und furniert, Messing

Produktionspartner:
Gerola Metalltechnik,
Langenegg

Seit 2019 verfolgten Martin Bereuter und Klemens Grund die Idee, in der Formensprache der Stühle D7 und D7K, die erstmals 2012 vorgestellt wurden, einen passenden Tisch zu entwerfen. Nun ist es soweit.

Neben seinem leichten Gewicht zeichnet sich der Tisch D7 durch eine besondere kommunikative Dimension aus. Der mittige Knick in der Längskante lädt ein, diesen als Drehpunkt zu nehmen und auch das Gespräch mit den seitlich sitzenden Nachbarn zu suchen – ähnlich einem runden oder ovalen Tisch. Die liebevollen Details, wie die besondere Ausarbeitung der Tischkanten oder die maßgefertigten Messingbeschläge, lassen das Betrachterherz höherschlagen. Ein haptisches Erlebnis vom Feinsten – und praktisch noch dazu.

Made by
hirnholz.at