Eine Holzwanne ist handwerklich betrachtet nicht weit vom Boot entfernt. Beide müssen Wasser standhalten, beide leben von gebogenen Hölzern und präzisen Fugen. Genau deshalb haben wir uns für dieses Projekt mit dem Bootsbauer Simon Hofer zusammengetan. Gemeinsam überlegten wir, wie sich eine Holzwanne in Lärche konstruieren lässt ohne Stahlteilen eine bestimmende Rolle einzuräumen.
Inspiration aus dem Bootsbau
Die Form entstand in Anlehnung an traditionelle Flachboote aus Holz, die statt eines Kiels einen ebenen Boden besitzen. Solche Boote waren früher auch am Bodensee im Einsatz – als Lastenkähne für Getreide, Salz, Tiere oder Personen. Beim Material entschieden wir uns für Lärche, ein Holz, das im Bootsbau aufgrund seines hohen Harzgehalts, seiner natürlichen Witterungsbeständigkeit und Festigkeit seit jeher geschätzt wird.
Für die beiden Seitenwände mussten die Lärchenbohlen gebogen werden. Dafür wurden sie in einer Dampfkammer erhitzt und anschließend rasch auf eine Schablone gespannt, wo sie kontrolliert auskühlen und ihre neue Form dauerhaft annehmen. Die Fugen wurden, angelehnt an klassische Bootsbautechniken, mit einer speziellen Nut und Kamm Fuge verleimt, die sich auch in den gebogen Teilen dicht fügen lässt. Denn wie im Bootsbau ist auch bei der Holzwanne die Dichtigkeit entscheidend: Erst das präzise Zusammenspiel von Holz, Fuge und Oberfläche sorgt dafür, dass das Bauteil dauerhaft wasserfest bleibt.
Anschließend erhielt die gesamte Oberfläche mehrere Schichten Bootslack die nicht nur schützen, sondern als zusätzliche, geschlossene Schutzschicht wirken und die Dichtigkeit langfristig sichern.
Freude am Ergebnis
Der Austausch mit dem Bootsbauer hat uns große Freude bereitet und zeigt, was entstehen kann, wenn unterschiedliche Fachrichtungen zusammenarbeiten. Auch unser Kunde war begeistert vom Ergebnis: eine Holzwanne, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch überzeugt.
Abmessungen (mm):
B 3200 × T 1000 × H 755
Entwurf:
Klemens Grund, 2019
klemensgrund.de
Material:
Eiche oder Nussbaum
massiv und furniert, Messing
Produktionspartner:
Gerola Metalltechnik,
Langenegg
Seit 2019 verfolgten Martin Bereuter und Klemens Grund die Idee, in der Formensprache der Stühle D7 und D7K, die erstmals 2012 vorgestellt wurden, einen passenden Tisch zu entwerfen. Nun ist es soweit.
Neben seinem leichten Gewicht zeichnet sich der Tisch D7 durch eine besondere kommunikative Dimension aus. Der mittige Knick in der Längskante lädt ein, diesen als Drehpunkt zu nehmen und auch das Gespräch mit den seitlich sitzenden Nachbarn zu suchen – ähnlich einem runden oder ovalen Tisch. Die liebevollen Details, wie die besondere Ausarbeitung der Tischkanten oder die maßgefertigten Messingbeschläge, lassen das Betrachterherz höherschlagen. Ein haptisches Erlebnis vom Feinsten – und praktisch noch dazu.
Made by
hirnholz.at