Etwas Besonderes entsteht oft aus der Summe vieler kleiner Schritte. Der neue Windfang für das Haus Walch in Zug ist ein Beispiel dafür. Eine Konstruktion aus 1.441 Laufmetern Holzleisten, etwa 4.000 Dübeln, 8.000 Keilen, tausenden Handgriffen und einer Idee, die über das rein Funktionale hinausgeht.
Regionale Baukultur trifft auf japanische Formensprache
Das Walserhaus aus dem 16. Jahrhundert wurde in einem dreijährigen Restaurierungsprozess bis auf seine Grundstruktur freigelegt und der neuen Nutzung entsprechend erweitert. Dazu gehört unter anderem der Windfang des japanischen Architekten Shinichiro Ogata. Das räumliche Gitterwerk aus Fichte verbindet mit seinem Wechselspiel aus Licht- und Schatten die traditionelle Materialität des Ortes mit zeitgemäßer japanischer Gestaltung.
Verbindung durch Transparenz
Der vorgesetzte Windfang positioniert das Haus als Einheit aus Vorder- und Hinterhaus städtebaulich neu. Wohnteil und alter Stall werden gleichwertig. Durch seine Transparenz erzeugt er Neugierde zwischen außen und innen, zwischen Öffentlichkeit und der Nutzung als Verkaufs- und Atelierraum im Untergeschoss. Der Verlauf des Sonnenlichtes, die Distanz des Betrachters und die Innenbeleuchtung beeinflussen die Erscheinung wesentlich. Sie ergeben eine vielfältiges und immer wieder aufs Neue überraschendes Licht- und Schattenspiel.
Zeit als Privileg
Ein Projekt wie dieses entsteht nicht zwischen Tür und Angel. Es braucht Zeit – Zeit zum Denken, zum Probieren, zum Verwerfen und zum Wiederholen. Ein Privileg, das wir in diesem besonderen Projekt unserer Auftraggeber Gerold und Katia Schneider hatten.
Entwurf
Shinichiro Ogata
Gerold und Katia Schneider
Jahr
2025
Material
Fichte
Besonderheiten
1.441 Laufmeter Holzleisten, 4. 000 Dübel, 8.000 Keile, 8.000 Bohrungen
Jede Leiste wurde manuell gesägt, geschlitzt, gebohrt und verleimt.
Mehr dazu
Haus Walch
Made for
Abmessungen (mm):
B 3200 × T 1000 × H 755
Entwurf:
Klemens Grund, 2019
klemensgrund.de
Material:
Eiche oder Nussbaum
massiv und furniert, Messing
Produktionspartner:
Gerola Metalltechnik,
Langenegg
Seit 2019 verfolgten Martin Bereuter und Klemens Grund die Idee, in der Formensprache der Stühle D7 und D7K, die erstmals 2012 vorgestellt wurden, einen passenden Tisch zu entwerfen. Nun ist es soweit.
Neben seinem leichten Gewicht zeichnet sich der Tisch D7 durch eine besondere kommunikative Dimension aus. Der mittige Knick in der Längskante lädt ein, diesen als Drehpunkt zu nehmen und auch das Gespräch mit den seitlich sitzenden Nachbarn zu suchen – ähnlich einem runden oder ovalen Tisch. Die liebevollen Details, wie die besondere Ausarbeitung der Tischkanten oder die maßgefertigten Messingbeschläge, lassen das Betrachterherz höherschlagen. Ein haptisches Erlebnis vom Feinsten – und praktisch noch dazu.
Made by
hirnholz.at